|
 |
 |
|
|
 |
| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 108,60 € |
108,40 € |
+0,20 € |
+0,18 % |
21.04/09:49 |
| |
| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0005909006 |
590900 |
- € |
- € |
| |
|
|
| |
|
|
| |
Bilfinger-Aktie: Das Unternehmen streift die eigene Geschichte immer mehr ab 04.06.2012
Frankfurter Börsenbrief
Detmold (www.aktiencheck.de) - Die Experten vom "Frankfurter Börsenbrief" raten sich bei der Bilfinger-Aktie (ISIN DE0005909006 / WKN 590900) auf die Lauer zu legen.
Berger, der zweite Teil des Firmennamens, werde weggekürzt. An der Börse werde ein Segmentswechsel vollzogen. Das Unternehmen segele fortan nicht mehr unter der Flagge "Construction", sondern im Sektor "Industrial Products & Services". Wohl nicht ganz zufällig komme da auch die Nachricht, dass die Commerzbank (ISIN DE0008032004 / WKN 803200) in die Riege der Großaktionäre eingetreten sei (gemeldeter Anteil 4,94% bzw. inkl. derivativer Instrumente sogar 5,41%). Somit verstärke die Coba den Club der Großaktionäre, zu denen zuvorderst der Finanzinvestor Cevian mit 15,1% gehöre, außerdem aber auch Allianz Global Investors (4,97%) sowie DJE Investment mit ebenfalls knapp 5% und ferner auch die DWS mit 3,194%.
Jetzt stehe das klassische Baugeschäft für gerade mal etwa ein Fünftel der Leistung. Gerade im Bau würden sich schnell Fehlkalkulationen einschleichen, die eine Gewinnprognose deutlich durcheinander bringen könnten. Je höher der Dienstleistungsanteil von Bilfinger, umso geringer sei tendenziell das Unternehmensrisiko. Und das wiederum lasse zunehmend Raum für eine höhere Bewertung.
Ferner verbessere sich tendenziell die Marge, da sich im Bereich der Industriedienstleistungen mit einer Marge von 4,6% eine etwa doppelt so hohe Rentabilität wie im Baugeschäft ergebe. Im Bereich Power Services (für Kraftwerke) sei die Marge sogar etwa viermal so hoch wie im Baugeschäft. Dabei sei das Unternehmen geschäftig. Im Februar habe man mit Tebodin einen Ingenieurdienstleister erworben. Überdies sei ein Joint Venture mit einem russischen Ausrüster vereinbart worden. Dies könnte der Fuß in der Tür sein, um an Aufträge zu Kraftwerkssanierungen zu kommen.
Man sei gut ins Jahr 2012 gestartet. Die Leistung sei um 6% auf 1,947 Mrd. Euro gesteigert worden, der Auftragseingang um 9% auf 2,173 Mrd. Euro. Deutlich überproportional verbessert worden sei das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (+110%). Die Ergebnisrechnung sei jedoch durch Sondereffekte verzerrt. Wichtig sei ebenfalls der Blick auf die Bilanz, da man mit einer Eigenkapitalquote von 35% und insbesondere mit dem Cash-Bestand von ca. 806 Mio. Euro eine ansehnliche Kriegskasse für weitere Arrondierungen habe. Der Netto-Cashbestand sei mit 606 Mio. Euro ebenfalls klar positiv.
Die Experten vom "Frankfurter Börsenbrief" legen sich bei der Bilfinger-Aktie auf die Lauer, um im unteren Bereich des langfristigen Trendkanals zuzugreifen. Auf dieser Basis ergebe sich eine Gewinnbewertung von gerade mal etwa 10 bei einer Dividendenrendite von übrigens grob 5%. Das Kauflimit setze man bei 58,21 Euro. Das Kursziel werde bei 80,00 Euro gesehen. Das Stopp-Loss-Limit sollte bei 49,44 Euro platziert werden. (Ausgabe 22 vom 02.06.2012) (04.06.2012/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|